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Kloster Geghard und der Tempel in Garni

Wir ziehen mal wieder die Motorradsachen an und erkunden die beiden Sehenswürdigkeiten in der Umgebung des Campingplatzes. Das Kloster Geghard liegt 5 km weiter am Ende der Schlucht. Die Nachmittagssonne scheint wunderschön warm hinein. Wie in jedem Kloster sind Mengen von "Bildungstouristen" unterwegs. Wir finden in den Fels gehauenen Räume und Höhlen, die als Kammern für die Mönche oder als Kapellen genutzt wurden. Eigentümlichkeiten der armenischen Baukunst wie Gawit oder Khachgar sind auch hier anzutreffen. Khachgars sind im Noratus Artikel beschrieben, Gawits sind quadratische Vorhallen, die westlich am Kloster angebaut sind und wohl einzigartig in der mittelalterlichen armenischen Architektur zu finden sind. Das Kloster gehört zu den bedeutendsten Zeugnissen der Armenischen Apostolischen Kirche und wurde 2000 in das Unesco Welterbe aufgenommen. 

In einer der zum Kloster gehörenden Felsenkapelle gibt es eine phantastische Akustik, wie wir hören durften.

 

Anschließend fahren wir talabwärts zum Tempel von Garni. Hier steht ein wiederaufgebauter griechisch-römischer Tempel aus Basalt mit 24 ionischen Säulen. Was für ein Gegensatz zum Kloster. Diesmal gibt es wenig Bildungsreisende, dafür eine Busladung voll mit wild photographierenden Chinesen. Da muss natürlich jeder tausend Selfies zwischen den Säulen machen. Es hört sich wahrscheinlich total arrogant an, aber uns geht das tierisch auf die Nerven. Unser Eindruck ist, das die allermeisten Asiaten an den Bauwerken, an der Geschichte, vor allem an der Stimmung in den alten Mauern wenig bis gar nicht interessiert ist. Lärmend ziehen sie durch und machen gefühlte tausend Selfies an jeder passenden und unpassenden Stelle. Wenn wir also eine Sehenswürdigkeit wirklich genießen und erleben wollen, geht das nur ganz früh morgens oder manchmal spät abends.

7 Nächte waren wir jetzt in Garni auf dem Campingplatz 3 G´s. Es war super schön, aber Morgen geht es wieder weiter. Es gibt noch ein paar Dinge die wir in Armenien sehen möchten, bevor wir am Sonntag in den Iran fahren werden.